Die Umstellung auf umweltfreundliche Heizungsvarianten gewinnt weltweit an Dynamik, und Wärmepumpen erfreuen sich bei vielen Hausbesitzern großer Beliebtheit. In Deutschland ist jedoch ein unerwartetes Problem aufgetreten. Der Austausch herkömmlicher Systeme durch Wärmepumpen kann zum Einfrieren von Wasserleitungen führen. Dies gilt insbesondere für Häuser in kalten Regionen, in denen die Winter streng sein können.

Warum frieren die Rohre schneller ein?
Wenn ein Ölkessel oder ein Holzofen durch eine Wärmepumpe ersetzt wird, gibt es viele Veränderungen im alten Heizungsraum. Die Wärmequelle, die zuvor den Raum ständig beheizt hat, verschwindet. Der brennende Kessel sorgte nicht nur für Wärme, sondern benötigte auch ständig Luft für die Verbrennung. Nach dem Einbau einer Wärmepumpe ist dieser Luftstrom nicht mehr erforderlich. Dies verändert die Belüftung. Die Lüftungsgitter im alten Heizungsraum müssen geändert werden, damit die eisige Außenluft nicht durch die offenen Gitter ins Innere gelangt.
Außerdem wurde bei der Planung einiger deutscher Häuser eine konstante Luftzufuhr berücksichtigt. Manchmal bleibt dieses System nach der Installation einer Wärmepumpe bestehen, sodass kalte Luft ungehindert ins Innere gelangt. Herkömmliche Heizkessel gaben auch eine beträchtliche Menge an Restwärme ab; Wärmepumpen haben viel weniger Restwärme, sodass diese Räume schneller auskühlen.

Was passiert, wenn der Heizungsraum einfriert?
Ein Temperaturabfall in einem alten Heizungsraum kann schwerwiegende Folgen haben, insbesondere wenn die Temperatur am Boden unter null Grad fällt. Oft zeigt das Thermometer auf Augenhöhe normale Werte an, während die Temperatur am Boden viel niedriger ist. Der Wasserzähler (ein Gerät, das den Verbrauch von Trink- und Brauchwasser registriert) ist besonders anfällig für Frost.
Ein konkretes Beispiel aus Deutschland zeigt, wie schwerwiegend die Folgen sein können. In einer Stadt gab es im Winter mehrere Fälle, in denen der Wasserzähler in einem alten Heizungsraum eingefroren war. Dies führte zu erheblichen technischen und finanziellen Problemen. Das wiederkehrende Muster ist immer dasselbe: scheinbar normale Raumtemperatur, aber ein Bereich des Fußbodens, der zum Einfrieren führt.
Wer ist verantwortlich und was kann man tun?
Hier sind verschiedene Parteien beteiligt. Hausbesitzer müssen für eine ausreichende Beheizung der Räume sorgen, in denen die Rohre verlaufen. Die kommunalen Behörden empfehlen den Bewohnern, Wasserzähler in warmen Räumen zu installieren. Verkäufer und Installationsfirmen müssen ihre Kunden über die Notwendigkeit zusätzlicher Heizmaßnahmen informieren.
Versicherer kennen diese Fälle und prüfen die Möglichkeit einer Entschädigung für Frostschäden. Die Höhe der Entschädigung hängt von den getroffenen Maßnahmen ab; wenn kein angemessener Schutz vorhanden ist, kann die Entschädigung begrenzt sein. Versicherer empfehlen beispielsweise, für zusätzliche elektrische Heizungen und eine zusätzliche Isolierung der Türen in Räumen zu sorgen, in denen Rohrleitungen verlaufen.
Es ist sehr wichtig, in diesen Räumen eine Mindesttemperatur von mindestens +12 °C aufrechtzuerhalten. Dies kann durch zusätzliche Heizungen und Isolierung erreicht werden. Eine regelmäßige Überprüfung der Temperatur in Bodennähe hilft ebenfalls, ein Einfrieren zu verhindern.
Die Umstellung auf erneuerbare Energiequellen wie Wärmepumpen stellt Hausbesitzer vor neue Fragen. In diesem Fall sind zuverlässige Informationen, vorbeugende Maßnahmen und bewusstes Handeln von großer Bedeutung. Die Übernahme und gegebenenfalls die Entwicklung unabhängiger Studien und Strategien zur Verhinderung des Einfrierens von Wasserzählern und Rohrleitungen liefert zusätzliches Wissen und Ansatzpunkte zur Lösung des Problems.






