Umgekehrt können vollständig geschlossene Heizkörper in ungenutzten Räumen den Energieverbrauch erhöhen.

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In vielen Haushalten wird insbesondere vor dem Hintergrund steigender Energiepreise zunehmend über radikale Kostensparmaßnahmen nachgedacht, etwa die komplette Abschaltung von Heizkörpern in ungenutzten Räumen. Auf den ersten Blick scheint dies eine einfache Möglichkeit zu sein, die Heizkosten zu senken, in der Praxis kann eine solche Strategie jedoch zu höheren Rechnungen führen. Teilweises und stabiles Erhitzen bei mäßiger Temperatur ist oft eine effektivere Lösung.

Das Problem der vollständigen Schließung von Heizkörpern.
Umgekehrt können vollständig geschlossene Heizkörper in ungenutzten Räumen den Energieverbrauch erhöhen.

Viele Einwohner der Slowakei bauen Thermostatventile in Gästezimmern oder Kleiderschränken komplett aus, in der Erwartung, dass sich dies auf ihre Heizkostenrechnung auswirkt. In der Praxis passiert jedoch häufig das Gegenteil: Die Trennwand zwischen warmem und kaltem Raum ist spürbar kälter, das Badezimmer braucht länger zum Aufheizen und der Boden wirkt kälter als in den Wintern zuvor. In diesem Fall wird der Gaskessel in kurzen Zyklen häufiger ein- und ausgeschaltet, während die Gesamtheizkosten gleich bleiben oder sich sogar leicht erhöhen.Umgekehrt können vollständig geschlossene Heizkörper in ungenutzten Räumen den Energieverbrauch erhöhen.

Das Haus fungiert als eine Einheit, da sich die Wärme über die Innenwände, Decken, Böden und Luft verteilt. Sobald ein Raum abkühlt, beginnt er, Wärme aus benachbarten beheizten Räumen zu „entziehen“, wodurch der Wärmeverlust zunimmt. Befindet sich ein solcher Raum in der Nähe einer Umfassungsmauer, über einer kalten Garage oder unter einem unzureichend isolierten Dach, was bei alten Häusern durchaus üblich ist, ist der Temperaturunterschied besonders kostspielig.

Wie sich Wärmeverluste und Kesselbetrieb verändern

In einem typischen Eckhaus in der Slowakei, in dem das nördliche Schlafzimmer nicht beheizt ist, kann die Temperatur im Winter auf etwa 12 °C sinken. Dadurch wird die Temperatur im angrenzenden Badezimmer auf rund 21 °C gehalten. Ein erheblicher Temperaturunterschied verwandelt die Trennwand in eine sogenannte Wärmebrücke, wodurch das Badezimmer schneller auskühlt und sich häufiger Kondenswasser auf dem Spiegel bildet. Infolgedessen muss der Heizkessel mehr arbeiten, um eine angenehme Temperatur in den beheizten Räumen aufrechtzuerhalten, und arbeitet oft in kurzen und ineffizienten Zyklen. Ein derart häufiges Umschalten erhöht den Verschleiß des Geräts und ist weniger effektiv als die Aufrechterhaltung eines stabilen Temperaturregimes.

Dieses Problem tritt am häufigsten in alten Häusern mit schlechter Isolierung sowie in Räumen über einer kalten Garage oder in windigen Ecken des Hauses auf. Unter solchen Bedingungen führt die vollständige Schließung von Heizkörpern in ungenutzten Räumen selten zu echten Einsparungen.

Es ist sinnvoller, in ungenutzten Räumen eine konstante Temperatur von 15–17 °C aufrechtzuerhalten, als die Heizung komplett auszuschalten. Dadurch entsteht eine Wärmereserve zwischen den Räumen und die Wärmeübertragung wird reduziert. Wenn ein Raum plötzlich genutzt werden muss, ist es oft günstiger, die Temperatur von 16 auf 20 °C zu erhöhen, als von 11 auf 20 °C.

Zu den praktischen Empfehlungen für Haushalte gehören die folgenden Schritte.

Umgekehrt können vollständig geschlossene Heizkörper in ungenutzten Räumen den Energieverbrauch erhöhen.

Schließen Sie die Türen zwischen wärmeren und kühleren Räumen.
Um ein unnötiges Einfrieren der Wände zu verhindern, ist es notwendig, den Raum kurzzeitig und intensiv zu lüften.
Achten Sie besonders auf Räume, die sich in der Nähe der Außenwände oder in den Ecken des Hauses befinden.
Es ist notwendig, mit einem Zentralthermostat zu beginnen, denn nach Schätzungen tschechischer Energieberater kann eine Temperatursenkung um nur 1 °C zu einer Gaseinsparung von etwa 6-7 % führen.

Gewohnheiten und häufige Fehler

Das Verhalten der Bewohner spielt eine entscheidende Rolle, da eine unregelmäßige und chaotische Einstellung der Thermostatköpfe zu einem ineffizienten Betrieb des Heizkessels führen kann. In modernen, gut isolierten Häusern mag die komplette Schließung von Heizkörpern sinnvoll sein, doch in Altbauten mit teilweiser Isolierung, wie sie für die Slowakei typisch sind, wird die erwartete Einsparung oft nicht realisiert.

Statt extrem niedriger Temperaturen ist es sinnvoller, stabile Gewohnheiten einzuhalten, nächtliche Temperaturabsenkungen zu nutzen, Räume wie das Badezimmer nicht zu überhitzen und ein gleichmäßiges Temperaturregime aufrechtzuerhalten. Ein sinnvollerer Heizeinsatz bringt nicht nur finanzielle Vorteile, sondern auch ein angenehmeres Klima im Haus, denn ein sinnvoller Umgang trägt dazu bei, die Energiekosten zu senken und trägt gleichzeitig zu einer nachhaltigeren Zukunft bei.