Frühlingskur für den Rasen: Experten-Tipps für sattes Grün
Sobald der letzte Schnee in hiesigen Gärten geschmolzen ist, beginnt für viele Gartenfreunde die wichtigste Phase des Jahres. Thomas, ein erfahrener Landschaftsgärtner aus Hessen, erklärt, worauf es jetzt ankommt. Damit der Rasen im Sommer wie ein grüner Teppich aussieht, müssen Gartenbesitzer bereits im März aktiv werden. In deutschen Haushalten ist das Ziel klar: Eine dichte, moosfreie Fläche, die den Belastungen der Saison standhält.
Schritt 1: Die erste Bestandsaufnahme nach dem Winter

Nach der Frostperiode ist die Grasnarbe oft verdichtet und durch Schneeschimmel oder abgestorbene Halme belastet. Andreas, ein Experte für Rasenpflege, rät dazu, zuerst alle Rückstände und das restliche Herbstlaub gründlich zu entfernen. Dies verhindert die Bildung von Staunässe und sorgt dafür, dass wieder genügend Sauerstoff an die Wurzeln gelangt.
- Entfernen von Ästen und grobem Unrat mit einem Federzinkenrechen.
- Prüfung der Bodenbeschaffenheit: Der Boden darf beim Begehen nicht mehr nachgeben.
- Erster vorsichtiger Schnitt, sobald die Grashalme eine Höhe von 8 bis 10 Zentimetern erreicht haben.
Warum das Vertikutieren über den Erfolg entscheidet
Ist der Boden ausreichend abgetrocknet, folgt bei Bedarf das Vertikutieren. Dabei wird die Grasnarbe wenige Millimeter tief eingeritzt. Dieser Prozess entfernt hartnäckigen Rasenfilz und Moos, was die Wasseraufnahme signifikant verbessert. In der hiesigen Region ist der Zeitraum zwischen Mitte März und Ende April ideal für diese Maßnahme.
| Maßnahme | Empfohlener Zeitpunkt | Wichtigster Vorteil |
| Säubern | Anfang März | Lichtzufuhr für junge Triebe |
| Vertikutieren | März oder April | Beseitigung von Filz und Moos |
| Nachsaat | April | Schließen von Kahlstellen |
| Start-Düngung | März/April | Wachstumsschub durch Stickstoff |
Nährstoffe und Regeneration für die Halme
Ein gesunder Boden benötigt nach der langen Ruhephase Energie. Experten empfehlen eine spezielle Frühjahrs-Düngung. Diese sollte reich an Stickstoff für das Blattwachstum und Phosphat für die Wurzelbildung sein. Wer eine besonders dichte Fläche wünscht, sollte kahle Stellen sofort mit Regenerations-Saatgut ausbessern.
- Gleichmäßiges Ausbringen des Düngers mit einem Streuwagen.
- Verwendung von etwa 30 Gramm Dünger pro Quadratmeter.
- Regelmäßiges Wässern der frisch besäten Flächen bei trockener Witterung.
- Einhalten einer Schnitthöhe von 4 bis 5 Zentimetern beim ersten Mähen.
Durch diese gezielten Handgriffe im frühen Frühjahr stellen Gartenbesitzer sicher, dass die Grasnarbe kräftig austreibt und Unkraut keine Chance bekommt, sich großflächig auszubreiten. Stefan, ein langjähriger Gärtnermeister, betont: „Geduld ist wichtig. Wer zu früh auf den nassen Rasen geht, schadet der Bodenstruktur mehr, als er nutzt.“






