Ist es wahr? Je kälter der Winter, desto weniger Schädlinge gibt es im Sommer.

vialleslovakia.sk

Starke Winterfröste wecken oft die Hoffnung auf einen ruhigeren Sommer ohne Zecken und andere lästige Insekten. Allerdings schwächen Experten diese Annahme ab: Auch wenn die Kälte die Zahl mancher Schädlinge reduzieren kann, ist sie keine Garantie für einen Sommer ohne Schädlinge.

Im Gegenteil: Ein milder Winter ist für viele Arten günstig. Es überleben mehr Individuen und Entwicklungsstadien, die Aktivität beginnt früher und die Populationen haben einen besseren Start. Dies ist das Hauptargument, auf das selbst Schädlingsbekämpfungsexperten in ihren Bewertungen verweisen.

Warum Frost allein nicht ausreicht, um das Problem zu lösenIst es wahr? Je kälter der Winter, desto weniger Schädlinge gibt es im Sommer.

Die gegenteilige Schlussfolgerung trifft jedoch nicht zu. Nur weil es mehrere Wochen lang kalt war, kommt es nicht automatisch zu einer deutlich geringeren Schädlingszahl. Viele Arten überwintern in geschützten Unterkünften und passen sich den Bedingungen an oder überdauern den Winter in Form von Eiern und Larven an Orten, an denen der Frost kaum hinkommt.

Fachverbände: Kalte Winter sind kein verlässlicher Begrenzer für die Zahl der Schädlinge, sondern bremsen deren Entwicklung durch den Wechsel von kalten und milderen Perioden.

Der Frühling ist oft ein Schlüsselfaktor – die Erwärmungsrate, der Beginn der Vegetationsperiode und ein trockener oder nasser Sommer. Diese Faktoren bestimmen letztendlich, ob die Schädlingszahlen zunehmen oder niedrig bleiben.

Zecken und Krebstiere beweisen die Realität in der Praxis.

Zangen sind ein klares Beispiel dafür, dass „Winter“ nicht automatisch „weniger“ bedeutet. Sie verstecken sich in Blättern und anderen geschützten Schichten, wo sie auch von Schnee bedeckt werden können. Um ihre Zahl deutlich zu reduzieren, bedarf es langer, sehr starker Fröste – ein paar frostige Nächte reichen nicht aus. Ist es wahr? Je kälter der Winter, desto weniger Schädlinge gibt es im Sommer.

Bei warmem Wetter können in den Wintermonaten gelegentlich Zecken und einige Infektionen auftreten.

Eine ähnlich komplexe Situation ergab sich beim Krebstier. In vielen Entwicklungsstadien sind sie überraschend kälteresistent und können dank eines natürlichen „Schutzmechanismus“ auch strenge Fröste überstehen. Gleichzeitig können sie sich in wärmeren Winterperioden weiter entwickeln, was ihnen den Entwicklungsstart im Frühjahr erleichtert.

So hat sich in der Praxis gezeigt, dass schrittweise Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung wirksamer sind, als sich auf das Wetter zu verlassen. Ein „sauberer Start nach dem Winter“, also eine rechtzeitige Behandlung von befallenem Holz, kann das Anfangspotenzial der Borkenkäferpopulation deutlich reduzieren. Ein kalter Winter kann daher nur bedingt Abhilfe schaffen, löst das Problem aber nicht von alleine.