Februar im Garten: Diese einfache Verpackung, die Sie auf den Boden legen, erspart Ihnen wochenlanges Jäten im Frühjahr

Mitte Februar, wenn der Gemüsegarten leer erscheint, kann ein einfacher brauner Karton Sie bereits auf einen ruhigeren Frühling vorbereiten. Wie verändert diese Mulchmethode die Unkrautbekämpfung ohne den Einsatz von Chemikalien?

Februar im Garten: Diese einfache Verpackung, die Sie auf den Boden legen, erspart Ihnen wochenlanges Jäten im Frühjahr
Garten

In vielen Gärten gleicht der Februar einer Pause. Der Boden ist kahl, die Werkzeuge sind weggeräumt, und vor der Tür steht noch ein Stapel Kartons. Doch gerade jetzt bereitet sich der Frühling auf sein grünes Aufblühen vor, und eine einfache braune Verpackung kann die Saison verändern.

Denn unter der Oberfläche erwachen die Samen der Unkräuter, sobald die Tage länger werden. Sie warten nur auf ein wenig Licht und Wärme, um Beete, Wege und Blumenbeete zu erobern. Das Auslegen von Karton zum richtigen Zeitpunkt unterbricht diesen stillen Prozess. Was im Februar geschieht, verändert Ihren Frühling erheblich.

Februar im Garten: der ideale Zeitpunkt zum Auslegen von Karton

Der Boden, der am Ende des Winters kahl zurückbleibt, wird zur Hauptverkehrsader für Unkraut. Bei der geringsten Erwärmung nutzt diese wahre „Samenbank” das Licht, um gleichzeitig zu keimen. Das Mulchen mit Karton blockiert das Licht an der Basis.

Eine Studie im Garten hat sogar gezeigt, dass mit Hilfe von Karton 99,66 % der Unkräuter vernichtet werden konnten, während mit Glyphosat nur 90,61 % vernichtet werden konnten.

Februar im Garten: Diese einfache Verpackung, die Sie auf den Boden legen, erspart Ihnen wochenlanges Jäten im Frühjahr

Durch die Blockierung des Graswachstums ohne Umgraben des Bodens verhindert das Mulchen auch das Aufkeimen neuer Samen an der Oberfläche. Brauner Karton hält den Boden frisch, begrenzt die Verdunstung und schützt die Struktur des lebendigen Bodens. Regenwürmer finden darin Nahrung und Schutz und lockern den Boden auf, während der Gärtner im Warmen bleibt.

Wie man Kartonmulch ohne großen Aufwand auslegt

Alles beginnt mit einer leichten Reinigung: Entfernen Sie hartnäckige Wurzeln von Quecke oder Winden, damit sie die Barriere nicht durchbrechen. Legen Sie auf den bereits feuchten Boden Blätter aus braunem Wellpappe ohne Kunststoff und Klebeband, wobei Sie sie großzügig überlappen, damit kein Licht durchdringen kann.

Durch reichliches Gießen werden sie an den Boden gedrückt.

Für eine lang anhaltende Wirkung reicht es aus, diesen Karton mit einer Schicht Kompost, Stroh oder trockenem Gras zu bedecken. Diese „Lasagne” nährt den Boden, während sie sich zersetzt, und verbessert den Humus. Um Bäume herum oder in Alleen bleibt das Prinzip dasselbe. In Kästen und großen Töpfen verlangsamt eine einfache Kartonscheibe, die auf den Boden gelegt wird, die Verdunstung.

Richtig ausgewählter Karton – ein wirklich umweltfreundlicher Schritt

Karton, der im Garten verwendet wird, bleibt ein wertvoller Abfallstoff. „In Deutschland geht man davon aus, dass Zellulose bis zu sieben Mal recycelt werden kann”, erinnert der Experte. Daher ist es besser, Mulch an strategisch wichtigen Stellen zu verwenden, anstatt die gesamte Fläche damit zu bedecken. Bevorzugt sollte ungebleichter brauner Karton mit wenig Aufdruck verwendet werden, möglichst aus PEFC- oder FSC-zertifizierten Quellen, und nicht bestimmte, eher zweifelhafte Importverpackungen.

Eine weitere häufig gestellte Frage: die Gefahr der Erstickung des Bodens. Wie jede dicke Mulchschicht verlangsamt Karton den Gasaustausch, aber „es ist vernünftig anzunehmen, dass andere, offensichtlichere Faktoren (Qualität und Menge des Humus, Bodenbeschaffenheit, Vorhandensein der notwendigen Nährstoffe…) einen viel größeren Einfluss haben werden“, erklärt Jan Paren. Bei moderater Verwendung, weniger als sechs Monate im Jahr und in Kombination mit anderen Materialien, bleibt der Boden zum Zeitpunkt der Bepflanzung locker, schwarz und fast unkrautfrei.