Die Webversion von WhatsApp erhält erstmals volle Anruffunktionen. Mit WhatsApp Web können Sie jetzt Sprach- und Videoanrufe direkt über den Browser tätigen, ohne dass eine separate Anwendung installiert werden muss. Diese Funktion befindet sich noch in der Betaphase und kann die Art und Weise, wie Sie arbeiten und kommunizieren, insbesondere auf Ihrem Computer, erheblich verändern. In den letzten Wochen wurde für einige Benutzer der Beta-Version des Dienstes nach und nach ein Anrufsupport eingeführt. Dabei handelt es sich um Anrufe „direkt im Browserfenster“, ohne den Desktop-Client herunterzuladen und ohne ständig zum Telefon wechseln zu müssen. Für viele bedeutet dies eine Vereinfachung des Arbeitsprozesses, da alles in einer Umgebung stattfinden wird.
Bisher diente WhatsApp Web ausschließlich dem Austausch von Textnachrichten. Es war gut zum Versenden von Nachrichten, zum Senden von Dateien und zum Verwalten von Gruppen, aber für alle Anrufe, ob Sprach- oder Videoanrufe, war entweder ein Smartphone oder eine separate Desktop-App erforderlich. Jetzt beginnt sich diese Lücke zu verringern und die Webversion nähert sich dem Weg zu einem vollwertigen Werkzeug für den täglichen Gebrauch.
Neben Sprach- und Videoanrufen ist auch die Bildschirmfreigabe während Videoanrufen zunehmend verfügbar. Dadurch ist es möglich, Dokumente, Präsentationen oder andere Inhalte direkt aus dem Browser anzuzeigen. Die Verschlüsselung bleibt wie bei anderen WhatsApp-Versionen Ende-zu-Ende bestehen und der Nutzer muss in der Regel nichts einrichten, wenn die Funktion bereits in seinem Konto aktiviert ist.
Warum ist das im Kontext wichtig?
In der Slowakei ist WhatsApp einer der am weitesten verbreiteten Messenger für die alltägliche Kommunikation und die Erledigung kleinerer Arbeitsaufgaben. Menschen nutzen es für Familienchats, Hauskreise, Kommunikation mit Kindergarten oder Schule, Vereinbarungen mit Handwerkern, kleinen Teams und externen Lieferanten. Wenn jedoch die Notwendigkeit besteht, einen Anruf von einem Laptop aus zu tätigen, greifen die meisten Menschen immer noch auf herkömmliche Videoanruftools zurück, bei denen Bildschirmfreigabe und schnelle Verbindung von einem Computer aus üblich sind.
Die Möglichkeit, direkt über WhatsApp Web anzurufen, kann diese Gewohnheit ändern. In vielen Situationen ist es einfacher, einen Browser zu öffnen, auf die Schaltfläche „Anrufen“ zu klicken und zu starten, ohne ein anderes Programm zu installieren und zu einem anderen Dienst zu wechseln. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie im Firmenumfeld kein großes Team anrufen, sondern eine einzelne Person, mit der Sie bereits über WhatsApp kommunizieren, etwa einen Kollegen, Kunden, Handwerker oder Vermieter.
Wer profitiert am meisten?
Linux-Benutzer können davon am meisten profitieren. WhatsApp hat keine offizielle Desktop-App für die Plattform, daher mussten Benutzer häufig auf die Webversion zurückgreifen, die auf Textnachrichten beschränkt war. Jetzt kann WhatsApp zu einer vollwertigen Alternative für Anrufe werden und im Wesentlichen langjährige Einschränkungen aufheben.
Ein weiteres geeignetes Szenario sind Arbeitscomputer, auf denen interne IT-Richtlinien die Installation zusätzlicher Programme verbieten. In vielen Unternehmen und Institutionen ist es üblich, einen Browser zu verwenden, die Installation zusätzlicher Software jedoch nicht. In einer solchen Umgebung kann der Anruf über einen Browser eine praktische Lösung sein, wenn die Funktion für ein bestimmtes Konto und Gerät verfügbar ist.
Was funktioniert bereits und was befindet sich noch in der Entwicklung.
Laut Informationen aus Benutzerprofilen dauerte die Entwicklung etwa ein Jahr, nun wird diese Funktion nach und nach verfügbar. In der ersten Phase sind Anrufe in privaten Chats möglich. Gruppenanrufe, die bis zu 32 Teilnehmer unterstützen sollen, sind noch in der Entwicklung.
- In der ersten Phase stehen persönliche Video-Chats zur Verfügung.
- Gruppenanrufe mit bis zu 32 Personen sind noch in der Entwicklung.
- Zukünftige Funktionen wie die Möglichkeit, Anrufe zu organisieren und zu planen, werden ebenfalls erwähnt, die genauen Daten müssen jedoch noch bestätigt werden.
Es ist auch wichtig hinzuzufügen, dass das Unternehmen, dem der Dienst gehört, noch keine offizielle Stellungnahme zu dieser neuen Funktion abgegeben hat. Die Einführung erfolgt daher schrittweise und kann je nach Land, Konto und Gerätetyp variieren.








