Künstliche Intelligenz ist in der Lage, gelöschte Daten wiederherzustellen, was technische, ethische und rechtliche Herausforderungen für das Recht auf Vergessenwerden mit sich bringt.
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Eine von Forschern der Universitäten Zaragoza und La Rioja durchgeführte wissenschaftliche Studie unterstreicht die Relevanz und die vielfältigen Auswirkungen – rechtliche, ethische und ökologische – das Recht auf Vergessenwerden und Löschung von Daten und warnt vor Systemen der künstlichen Intelligenz, die in der Lage sind, zuvor gelöschte Daten wiederherzustellen.
ACM Computing Surveys veröffentlichte einen Forschungsartikel mit dem Titel „The Many Faces of Data Erasure: The Meaning and Consequences of Data Erasure“ von Ignacio Marc-Pérez, Beatriz Pérez Valle und Ángel Luis Rubio (Universität La Rioja) und María Antonia Zapatova (Universität Zaragoza).

Insbesondere bietet dieses Dokument einen Überblick über die technische Terminologie, die zur Beschreibung verschiedener Konzepte und Begriffe im Zusammenhang mit der Datenlöschung verwendet wird, wie z. B. der Unterschied zwischen durch „wiederherstellbare Löschung“ und „nicht wiederherstellbare Löschung“.
Das Dokument bietet auch eine beeindruckende Liste von Technologien, bei denen die Datenlöschung erhebliche Auswirkungen hat, wie z. B. flüchtige Datenbanken, Blockchain und maschinelles Lernen. Beispiele für solche Konsequenzen sind die Möglichkeitdass ein künstliches Intelligenzsystem ursprünglich als gelöscht markierte Daten wiederherstellen könnte, was nicht nur technische, sondern auch ethische und rechtliche Bedenken aufwirft.
Bedeutung von Daten
Heutzutage ist die Bedeutung der Datenverfügbarkeit unbestreitbar. Die Tatsache, dass unsere Daten auf einer Vielzahl von Geräten gespeichert sind – nicht nur auf PCs oder großen Rechenzentren, sondern auch auf Mobiltelefonen, Uhren, Smart-TVs und sogar unseren eigenen Autos – unterstreicht diese Bedeutung nur. Daher ist es umso dringlicher, sich mit den Bedingungen zu befassen, unter denen Daten gelöscht werden können und/oder sollten.
Das Thema Datenlöschung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Einer der offensichtlichsten Aspekte ist der rechtliche Bereich, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Europäische Union das „Recht auf Vergessenwerden“ als weiteres Recht für EU-Bürger verankert hat. Jeder kann die Löschung der von einem Unternehmen oder einer Organisation gespeicherten Daten („Ihre Daten“) beantragen.
Daher sind Unternehmen und Organisationen verpflichtet, Protokolle zu entwickeln, die nicht nur die Löschung sicherstellen, sondern auch deren effektive Ausführung gewährleisten.
Diese Anforderung stellt sowohl die Organisationen selbst als auch die Technologieanbieter vor Herausforderungen, da das Recht auf Löschung beispielsweise mit der Verfügbarkeit von Sicherungskopien (die in vielen Fällen erforderlich sind, insbesondere bei versehentlicher Löschung) in Einklang gebracht werden muss.
Die Notwendigkeit der Datenlöschung bringt auch ethische Konsequenzen mit sich, beispielsweise im Todesfall einer Person. Unser digitaler Fußabdruck ist so bedeutend, dass die Bedeutung der digitalen Überreste berücksichtigt werden muss und wer das Recht hat, ihre Nutzung zu nutzen oder zu verbieten, insbesondere wenn der Verstorbene seinen Willen nicht ausdrücklich geäußert hat, was in den allermeisten Fällen der Fall ist.
Ein weiterer Aspekt, der vernachlässigt werden kann, ist der Umweltaspekt. Erstens, weil die Langzeitlagerung von allem keine nachhaltige Lösung ist. Angesichts dieser Eskalation stellt sich nicht mehr die Frage, welche Daten aufbewahrt werden sollen, sondern welche Daten gelöscht werden sollen. Dies erfordert die Entwicklung strukturierter und protokollbasierter Pläne, die wiederum Sicherheit und Systemverfügbarkeit in Einklang bringen.






