Bisamratte oder Wanderratte: Den Unterschied im Garten erkennen

In hiesigen Regionen kommt es immer wieder zu Verwechslungen, wenn ein großes Nagetier am Gartenteich oder an Bachläufen gesichtet wird. Ein deutscher Gärtner und Schädlingsexperte erklärt: „Viele Hausbesitzer geraten in Panik, weil sie glauben, eine Rattenplage zu haben. Dabei handelt es sich oft um die Bisamratte.“ Obwohl sie im Namen das Wort Ratte trägt, gehört sie biologisch zur Gruppe der Wühlmäuse.
Dennoch ist schnelles Handeln ratsam. Die Tiere sind geschickte Baumeister und können durch ihre Grabtätigkeit Uferbefestigungen und Gartenanlagen unterhöhlen. Wer das Tier frühzeitig identifiziert, spart sich hohe Instandsetzungskosten.
Die wichtigsten Merkmale im Vergleich
Um festzustellen, ob es sich um eine gewöhnliche Wanderratte oder eine Bisamratte handelt, hilft ein Blick auf den Körperbau und das Verhalten.
| Merkmal | Bisamratte | Wanderratte |
| Körperlänge | 30 bis 35 cm | 20 bis 25 cm |
| Schwanzform | Seitlich abgeplattet | Drehrund |
| Lebensraum | Stets in Wassernähe | Überall, oft an Mülltonnen |
| Schwimmstil | Paddelt mit den Hinterfüßen | Schlängelnde Körperbewegung |
Warum Sie bei einer Sichtung aktiv werden sollten
In deutschen Haushalten mit direktem Zugang zu Wasserwegen ist die Wachsamkeit besonders wichtig. Die Schäden entstehen meist unsichtbar unter der Grasnarbe. Ein ausgewachsenes Tier kann pro Jahr mehrere Kubikmeter Erde bewegen.
- Einsturzgefahr: Durch die unterirdischen Gänge können Gehwege und Terrassenplatten absacken.
- Vegetationsschäden: Die Tiere fressen bevorzugt Wasserpflanzen, Wurzelgemüse und Rinde.
- Uferschutz: An Bächen führen die Grabungen oft zu Abbruchkanten und Erosion.
Praktische Schritte für Gartenbesitzer
Wenn Sie ein Tier gesichtet haben, sollten Sie zunächst Ruhe bewahren. In Deutschland unterliegt die Bekämpfung der Bisamratte oft speziellen Regelungen der Wasser- und Bodenverbände.
So verhalten Sie sich richtig:
- Prüfen Sie den Uferbereich auf Löcher mit einem Durchmesser von etwa 15 cm.
- Entfernen Sie Fallobst und offene Komposthaufen, um keine zusätzlichen Nagetiere anzulocken.
- Informieren Sie bei starkem Befall den örtlichen Wasserverband oder einen Fachbetrieb für Schädlingsbekämpfung.
- Vermeiden Sie eigenmächtige Giftköder-Aktionen, da diese die heimische Flora und Fauna gefährden können.
Zusammenfassend gilt: Die Bisamratte ist kein klassischer Gesundheitsschädling wie die Ratte, aber ein ernsthafter Schädling für die Gartenstruktur. Wer die Augen offen hält und die oben genannten Merkmale beachtet, kann rechtzeitig gegensteuern und teure Folgeschäden an Fundamenten und Außenanlagen verhindern.







