Kann man seine Sträucher einfach vermehren und mehr blühende Pflanzen bekommen, ohne ein Vermögen auszugeben?

Ja, das ist oft einfacher, als Sie denken. In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen eine bewährte Methode, wie Sie verholzte Triebe Schritt für Schritt sammeln, vorbereiten und bewurzeln können. Wir konzentrieren uns auf Triebe, die „bleistiftdick” sind, eine Länge von 15–20 cm haben und 2–3 Knospen aufweisen.
Ich erkläre Ihnen, wie Sie richtig schneiden: den unteren Teil senkrecht 2–3 cm unterhalb der Knospe, den oberen Teil schräg 2 cm oberhalb der Knospe. Hygiene beim Schneiden und feuchte, aber nicht nasse Erde sind der Schlüssel zum Erfolg.
Sie erfahren auch, warum wir Mischungen mit Sand statt nur Wasser bevorzugen und wann alternative Methoden sinnvoll sind. Am Ende füge ich eine Karte mit Terminen und Pflegehinweisen für junge Pflanzen hinzu.
Warum es sich lohnt, Strauchhortensien aus eigenen Stecklingen im Garten zu vermehren
Die Vermehrung zu Hause ist eine Methode, mit der Sie die Qualität des Materials kontrollieren und Geld sparen können.
Der Hauptvorteil sind die geringeren Kosten. Anstatt viele Pflanzen in der Gärtnerei zu kaufen, reichen in der Regel schon wenige Stecklinge aus, um mehrere neue Sträucher zu erhalten.
Eigene Hortensienstecklinge geben Ihnen Sicherheit hinsichtlich der Sorte. Etiketten mit Namen und Datum erleichtern den Vergleich der Bewurzelungserfolge in den folgenden Saisonen.
Realistische Erwartungen sind wichtig. Nicht alle Sorten wurzeln gleich gut – beispielsweise ist „Anabelle“ leicht zu vermehren, andere Sorten hingegen weniger. Daher lohnt es sich, einen Vorrat an Stecklingen anzulegen und die stärksten Exemplare auszuwählen.
- Wann verwenden: Anlegen von Beeten, Alleen, Vermehrung bewährter Sorten.
- Vorteile: Qualitätskontrolle, Kostenersparnis, Möglichkeit, aus einem Steckling viele Pflanzen zu gewinnen.
- Vorgehensweise: Vorbereitung → Bewurzelung → Pflege → Umpflanzen.
Wann man Triebe für Stecklinge von Strauchhortensien sammelt: im Frühjahr, Herbst und Winter

Die Wahl des Zeitpunkts für das Sammeln der Triebe entscheidet über den Erfolg der Bewurzelung. Die besten Zeiträume sind der frühe Frühling, der späte Herbst und der Winter nach dem ersten Frost.
Frühjahr (Frühling) – schneiden Sie die Triebe ab, wenn die starken Fröste vorbei sind, aber bevor die Pflanze intensiv zu wachsen beginnt. Dies ist ein guter Zeitpunkt, wenn die Wettervorhersagen eine stabile Erwärmung anzeigen. Vermeiden Sie das Schneiden unmittelbar vor angekündigten Frösten.
November / Spätherbst – Wir sammeln die Triebe nach dem Laubfall und nach dem ersten Frost. Der Strauch befindet sich dann in einem Ruhezustand, was die Lagerung der Stecklinge an einem kühlen Ort bis zur Bewurzelung erleichtert.
Winter (nach dem Frost) – Der optimale Zeitpunkt, wenn das Holz gut verwurzelt ist. Lagern Sie das Material bis zum Einpflanzen an einem kühlen, feuchten Ort.
- Im Sommer ist die Bewurzelung schwieriger – dann sollten Sie halbverholzte Triebe in Betracht ziehen.
- Praktischer Zeitplan: Sammeln → Schneiden → Bewurzelung/Lagerung → Kontrolle → endgültiges Einpflanzen.
Wie man Schritt für Schritt Stecklinge von Strauchhortensien aus Stöckchen macht
Gutes Material ist die halbe Miete: Suchen Sie nach geraden, gesunden Trieben, die etwa so dick wie ein Bleistift sind. Wählen Sie solche mit schlafenden Knospen, ohne Anzeichen von Krankheiten und mit entfernten verblühten Blütenständen.
Die Vorbereitung besteht darin, den Trieb in 15-20 cm lange Abschnitte mit 2-3 Knospen zu teilen. Bei kurzen Internodien können drei Augen belassen werden, bei langen zwei.
Machen Sie Einschnitte: unten senkrecht 2–3 cm unterhalb des Auges, oben schräg 2 cm oberhalb des Auges. Der schräge Einschnitt erleichtert die Ausrichtung beim Einpflanzen.
Organisieren Sie das Material: Binden Sie die Stecklinge zu Bündeln zusammen und beschriften Sie diese mit dem Namen der Sorte. Dies ist wichtig, wenn Sie verschiedene Hortensienarten in Ihrem Garten haben.
- Bereiten Sie eine größere Anzahl von Stecklingen vor – die Sorten vermehren sich unterschiedlich, daher sollten Sie einen Vorrat anlegen.
- Wählen Sie gerade und unbeschädigte Triebe; dünne Triebe nehmen in der Regel nicht an.
Bewurzelung der Stecklinge im Substrat: Sand, Mischungen und Bedingungen, die eine Rolle spielen
Das Geheimnis einer schnellen Bewurzelung liegt im Substrat – die richtige Mischung und Feuchtigkeit sind entscheidend. Wählen Sie für Hortensien leichte Komposterde, gemischt mit Sand. Diese Mischung verbessert die Belüftung und verringert das Fäulnisrisiko.
Frühlingsvariante: Stecken Sie die Stecklinge in einen Topf mit einer Mischung aus Kompost und Sand. Setzen Sie 2 Augen unter die Erde und 1 über die Oberfläche. Machen Sie vorher mit einem Stäbchen ein Loch und stecken Sie dann den Trieb mit dem Wurzelstimulator hinein, damit das Präparat nicht abgerieben wird.
Herbst/Winter: Stecklinge wurzeln am besten in reinem Sand und einem kühlen Lagerraum (~1 °C). Bedecken Sie sie vollständig mit Sand, halten Sie sie feucht, aber nicht nass, und schützen Sie sie mit Blättern oder indem Sie sie im Garten eingraben.
Unter geeigneten Bedingungen bildet sich nach etwa 4 bis 6 Wochen ein Wurzelsystem. Mit Hilfe eines Wurzelbildners kann diese Zeit auf 2 bis 3 Wochen verkürzt werden. Denken Sie daran, dass die Bewurzelung in Wasser nur als Test sinnvoll ist; die anschließende Umpflanzung erfordert in der Regel Vorsicht bei der Anpassung an das Substrat.
- Sand verbessert die Drainage und die Feuchtigkeitsregulierung.
- Wählen Sie einen Topf, der tief genug ist, um mehrere Stecklinge mit Abstand zueinander aufzunehmen.
- Feucht, aber nicht nass – das ist der Schlüssel zum Erfolg.
Pflege der Stecklinge nach der Bewurzelung: Gießen, Licht und sicheres Umpflanzen
Wenn die Wurzeln sichtbar sind, konzentrieren Sie sich darauf, eine konstante Feuchtigkeit aufrechtzuerhalten und vor plötzlichen Temperaturschwankungen zu schützen. Feucht, aber nicht nass – das ist das Hauptprinzip beim Gießen. Gießen Sie regelmäßig, es ist besser, die Blätter zu besprühen, als den Topf zu übergießen.
Symptome für einen Wasserüberschuss sind weiche, dunkle Triebe und ein fauliger Geruch. Wassermangel äußert sich in welken Blättern und einer matten Farbe.
Stellen Sie die Töpfe an einen hellen, warmen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft. Ein fester Standort reduziert den Stress für die Pflanzen und die Verdunstung über die Blätter.
Nach dem Erscheinen der Blätter sollten Sie den Topf mit einer Plastikhaube abdecken – dies sorgt für eine höhere Luftfeuchtigkeit und schützt die jungen Triebe.
Bei Nachtfrost sollten Sie die Töpfe ins Haus, in die Garage oder ins Gewächshaus bringen. Halten Sie die Setzlinge bis August in den Behältern, dann können sie sicher in den Boden gepflanzt werden.
- Berühren Sie den Wurzelballen bei der Untersuchung nicht, da dies die Pflanze schwächt.
- Härten Sie die Pflanzen allmählich ab: zunächst einige Stunden im Freien, dann den ganzen Tag.
- Nach dem Umpflanzen vorsichtig gießen und für einige Tage in den Halbschatten stellen.
Was Sie beachten sollten, damit sich die Setzlinge der Strauchhortensie gut einleben und schön wachsen
Einige Fehler entscheiden über den Erfolg – wenn Sie diese vermeiden, erhöhen Sie die Erfolgschancen.
Beginnen Sie mit gesunden Trieben, die etwa so dick wie ein Bleistift sind, die richtige Anzahl an Knospen haben und unbeschädigt sind. Schwaches Material wurzelt selten.
Achten Sie auf die Feuchtigkeit: Zu viel Feuchtigkeit führt zu Fäulnis und Krankheiten. Die Regel lautet: feucht, aber nicht nass.
Achten Sie auf die Ausrichtung des Schnitts – unten gerade, oben schräg –, damit Sie den Trieb nicht „auf dem Kopf“ pflanzen.
Lagern Sie verholzte Triebe an einem kühlen Ort. Zu warme Temperaturen regen das Wachstum der Knospen an, ohne dass sich ein Wurzelsystem entwickelt.
Pflanzen Sie bei der Herbstpflanzung zur Sicherheit 2–3 Stück an einer Stelle. Beschleunigen Sie das Umpflanzen nicht und überprüfen Sie die Wurzeln nicht zu oft.
Zusammenfassung: Die beste Zeit, leichter Boden, richtige Feuchtigkeit und geduldige Pflege – das ist der Weg zum erfolgreichen Anwachsen junger Hortensien.






